Schreckliche Nachrichtenlage verarbeiten in der Schwangerschaft

an-die-werdende-mamaim-angesicht-von-angst-machendennachrichtenAn die werdende Mama,

im Angesicht von Angst machenden Nachrichten.

 

Für Mamas und allen voran Schwangeren sind beängstigende Nachrichten besonders schmerzhaft, beängstigend und schwierig. Klar, gilt das nicht für alle. Aber es ist keine große Verallgemeinerung: Denn wir werden beschützender, sorgender und sind näher an den Emotionen dran in der Schwangerschaft.

Wenn man dann ein Baby im Bauch trägt, während das Handy vibriert und aus allen Kanälen Nachrichten im Minutentakt gesendet werden (zum Glück hat das nach gelassen), oder Menschen fragen, ob es einem gut geht, einfach weil man in einer bestimmten Stadt wohnt…. dann stellt sich die Frage: Wie sinnvoll damit umgehen?

Die Antwort kann nur lauten: Deine Sorge und Verantwortung muss Dir und dem Kind gelten.

Und daraus ergibt sich relativ klar, was tun:

1. Jegliche Liveberichterstattung ausschalten. Und nicht auf Social Media herum hängen.

Hier der Grund: Die Liveberichterstattung bietet keine Informationen, keine Fakten. Die gibt es erst Tage später. Sie heizt Gefühle an, schürt Panik. Vermutlich nicht absichtlich – oder ist das jetzt zu naiv-optimistisch gedacht – auf jeden Fall reagieren wir mit dieser panischen faktenlosen Liveberichterstattung noch viel eher so als würde es und ganz direkt betreffen -also mit Angst und Panik. Sie hilft keinem. Auch wenn Du später davon hörst: Keine Augenzeugenberichte oder Dauernachrichtensendungen. Kein Weiterklicken.
Informiere dich über ein Medium deines Vertrauens im Format Deiner Wahl – am besten z.B. geschriebener Text – das ist für die meisten leichter zu „verdauen“ als wenn man irgendetwas sieht.

2. Lass Dich nicht von der Angst mitreißen – was leider die einfachste Reaktion wäre. Aber sieh es mal so: Dir schadet die Panik, deinen Lieben hilft es nichts (und ganz besonders nicht, wenn sie unbeteiligt sind oder neben dir sitzen) und Dein Baby hat Teil an der Panik – wie wenn ihr tatsächlich bedroht wärt. Aber Du und Dein Baby seid jetzt, da Du dies liest, sicher. Es besteht jetzt für Euch keine Gefahr.

3. Tu Dir etwas Gutes

Für den dritten Schritt kannst Du:

  • Du kannst mit deinem Liebsten kuscheln oder mit Deinem Lieblingsmenschen.
    Kuscheln, Körperkontakt und Wärme helfen gut gegen Angst und sollten dich auf positive Gedanken bringen. Wenn kein Kuschelpartner da ist, ist ein kuschelig warmes Vollbad manchmal eine gute Alternative.
  • Du kannst mit malen oder schreiben die Gefühle verarbeiten, wenn das eine Art ist, die Du schon mal benutzt hast, oder ausprobieren willst.
  • Beten oder Sorgen abgeben an eine höhere Macht ist eine gute Idee, wenn es zum eigenen Weltverständnis passt. Oder sonst vielleicht einfach eine Kerze anzünden, um dem Mitgefühl einen Raum zu geben ohne es die ganze Zeit spüren zu müssen.
  • Und meine wichtigste Empfehlung: Mache eine Meditation, Entspannungsübung oder Achtsamkeitsübung. Das geht in etwa so: Setze dich hin und atme tief. Spüre einfach Deinen Atem und spüre, wo in deinem Körper Dein aktuelles Gefühl sitzt. Atme in dieses Gefühl hinein. Atme einfach an diese Stelle. Und bleibe ein neutraler Beobachter. Es ist in Ordnung, dass dieses Gefühl da ist. Sende positive Aufmerksamkeit zu diesem Gefühl (so wie „danke, dass du da bist“). Lass einfach das Gefühl zu und spüre in deinen Körper hinein und atme. Du denkst nicht an die Nachrichten, die das auslösen, sondern nimmst nur dich, den Atem, deinen Körper und Deine Gefühle wahr. Mit tiefen Atem wird sich das Gefühl meist in nur wenigen Minuten schon verändern oder bewegen. Aber egal, was geschieht, es ist in Ordnung. Das Gefühl darf da sein. Das gibt Dir inneren Ruhe und lenkt Deine Aufmerkskeit zu Dir – und es ist die effektivste Methode, mit dem Gefühl sinnvoll umzugehen.Eine andere Möglichkeit ist, eine Übung zu machen, in der Du dich auf die Liebe konzentrierst. Liebe ist immer die stärkste Kraft. Und manchmal können einen gerade Katastrophen daran erinnern, wie sehr man die Lieben liebt. Es ist nicht selbstsüchtig, so zu reagieren – im Gegenteil – es tröstet alle: Dich, Deine Umgebung, Dein Baby, wenn Du Liebe spürst und Dich auf Liebe konzentrierst. Du wirkst dann sogar wie ein Leuchtfeuer für andere.bokeh-352485_1280

Ganz wichtig ist: Du musst es tun – nicht nur lesen, damit es hilft. Und der erste Schritt dazu ist dann: Weg vom PC oder SocialMedia und Nachrichten. Und dann: Für Dich gut sorgen

P.S. Morgen gibt es zu diesem Artikel den zweiten Teil mit Antwort auf Häufige Fragen. Gerne könnt Ihr hier auch Kommentare, Anregungen und Fragen hinterlassen.

 

 

 

 

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1 Comment

  1. Susanne Reufer 20. Dezember 2016 at 07:24 - Reply

    Liebe Nora,
    danke Dir für diese sinnvollen Tipps, die auch für Nicht-Schwangere ebenso wertvoll sind.
    Herzliche Grüße
    Susanne

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