Wie kann ich dich halten, wenn ich selbst zerbreche

Ein Buch für frischgebackene Mütter, die alleine sind mit Traurigkeit, Sorgen, Angst.

 

„Wie kann ich dich halten, wenn ich selbst zerbreche- Meine postpartale Depression und der Weg zurück ins Leben.“
Der Titel sagt es schon: kein einfaches Thema. Lange war ich unsicher, ob es überhaupt sinnvoll ist, dieses Buch hier vorzustellen. Aber nicht nur schreibt die Autorin sehr professionell und fesselnd, es ist auch inhaltlich derart berührend, informativ und aufrüttelnd, dass es für viele Mütter eines der wertvollsten Bücher werden kann – und nicht nur für Mütter, bei denen eine Depression diagnostiziert wurde. Denn die Sache ist die: Die Grenzen sind fließend. Und jede frischgebackene Mutter kennt Phasen der Erschöpfung und Überforderung. Und es gibt viele Frauen, die zusätzliche Belastungen zur Mutterschaft erleben, wie ohne Partner zu sein, in einem Trennungsprozess, umzuziehen oder andere Faktoren. Und dieses Buch kann helfen, den persönlichen Zustand besser zu verstehen, einzuordnen und Maßnahmen zur Besserung zu ergreifen. Und vor allem am allerwichtigsten: sich verstanden zu fühlen. Denn das ist, was bei Überforderung, depressiver Verstimmung oder Depression immer fehlt – dass man nicht die einzige Person auf der ganzen Welt ist, der es so ergeht und dass es jemanden gibt, der einen verstehen und nachfühlen kann. Für Mütter mit einer postpartalen Depression ist das Buch mit der Mischung aus persönlicher Geschichte und Empfindungen, Informationen und Empfehlungen mehr als nur ein Schatzkästchen – es ist ein Geschenk für die Seele.

Jetzt, wo ich das Buch gelesen habe, kann ich es kaum mehr aus der Hand legen. So viele interessante und kontroverse Themen sind darin angesprochen, die so wichtig sind, für frischgebackene Mütter und so viel zusätzlichen Druck und Überforderung produzieren können. Denn Mutter zu werden ist nicht zwingend einfach, es ist immer ein psychologisch umwälzender Prozess und fast immer auch richtig anstrengend. Und je mehr Druck von außen und innen dazu kommt, umso schwieriger wird dieser Prozess.

Es ist höchste Zeit, dass dieses Buch geschrieben wurde und umso schöner, dass es so gut zu lesen und fesselnd geschehen ist. Für Geburtsarbeiterinnen wie Hebammen, Doulas und andere, sollte es eine Pflichtlektüre sein.Und jede Mutter, die ausgelaugt ist von der neuen Aufgabe, sich alleine fühlt und deren Glücksmomente weniger werden (und Schlafprobleme mehr), sollte auf auf jeden Fall hinein lesen.

Ulrike Schimpf: Wie kann ich dich halten, wenn ich selbst zerbreche?
Meine postpartale Depression und der Weg zurück ins Leben
südwest verlag, 2013
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