Babys bekommen ohne zu Gebären

 

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„Geburtsschmerz wird gesellschaftlich abgelehnt“ sagt die Hebamme Heidi Achter in einem Internview. Das trifft den Nagel  auf den Kopf.

Wir lehnen Schmerzen ab

Dagegen ist ja nicht unbedingt etwas zu sagen. Denn Schmerzen sind ja das Alarmsignal des Körpers, dass etwas nicht stimmt. Wenn wir das Signal vernommen haben und die Ursache bemerkt haben, können wir etwas für unsere Genesung tun und brauchen den Schmerz nicht. Schmerztabletten und Schmerzfreiheit sind wichtig und daran ist nichts falsch.

Nur hat das nichts mit der Geburt zu tun. Der Geburtsschmerz ist kein Alarmsignal-Schmerz. Geburtsschmerz ist etwas ganz aneres und manchmal auch gar kein Schmerz. Aber darum geht es   heute nicht.

Heute geht es darum, dass wir Geburtsschmerz ablehnen.

Wir lehnen ab, es selbst zu erfahren

Mal ganz ehrlich, wäre es nicht schöner ins Krankenhaus hinein zu gehen und einfach wieder herauszukommen mit dem Baby im Arm und dazwischen ist möglichst nichts?
Es klingt viel einfacher und sehr verlockend, wenn man nichts selber tun muss.

Denn wir lehnen Natürliches ab

Gebären ist natürlich. Aber natürlich ist irgendwie immer komisch, minderwertig – nicht steril und nicht perfekt.

Denn wir lehnen unseren Körper und seine Fähigkeiten ab

Unser Körper ist in der Lage dazu, Babys auf die Welt zu bringen.  Wir glauben aber nicht an diese Fähigkeit wir negieren sie – und lehnen die Stärke unseres Körper damit ab. Und manchmal scheint es wichtiger als alles , dass das Körper einem Abbild entspricht. Auch das ist eine Ablehnung des eigenen Körpers (und der Schönheit des Lebens).

Wir schaffen die Menstruation ab – zu dreckig. Wir schaffen das gebären ab – zu unkontrollierbar. Wir schaffen die Haut-Alterung ab und kreiieren den „perfekten“ Körper.

Denn wir lehnen Verantwortung ab

Denn die müssten wir ja übernehmen, wenn wir selbst überlegen was und wie wir tun und uns dafür Unterstützer suchen. Aber das kann ja unmöglich richtig sein. Besser lassen wir die Experten machen das ist einfacher.

Das klingt hart und gemein, dabei wollen wir doch alle nur einen einfachen Weg und keine Schmerzen, oder?

Es ist völlig in Ordnung, nicht leiden zu wollen. Niemand möchte leiden.

Es ist völlig in Ordnung, Angst zu haben. Denn das ist ein Prozess und wir lernen vor der Geburt eigentlich nichts das uns auf die Erfahrung vorbereitet oder uns die Angst nimmt. Denn die Geburt ist wie nichts anderes was wir aus der Gesellschaft kennen.

Mühen zu scheuen und gerne die Abkürzung zu nehmen …

All das ist menschlich.

Aber eine Abkürzung zu installieren die Verantwortung und Erleben ausschließt und die als gesellschaftliche Norm zu leben das ist unmenschlich. Es erschafft eine Welt, in der das Irreale mehr Bedeutung hat als das Leben selber. Eine Welt, die kühl, steril und beherrscht ist. Eine Welt voller Sichherheit, Voraussagbarkeit und Gleichförmigkeit. Wo bitte schön sollte in einer solchen Welt das Glück und überfließende Lebens-Freude Platz haben? Denn wir verneinen dabei das Leben. Wir geben klein bei, ohne es versucht zu haben. Wir huldigen dabei nur den Glauben an das perfekte Irreale. Und das macht niemandem glücklich.

Wie wir tatsächlich glücklich werden, ist etwas zu WAGEN und zu LEBEN.

Und genau das zeigt auch die Geburt.

Es ist ein unbeschreiblich ergreifendes Gefühl, wenn man erlebt, dass man viel viel viel viel viel mehr Kraft hat und viel mehr kann als man sich jemals vorstellen konnte. Dieses Erlebnis gibt einem Kraft für Wochen, Monate und Jahre. Nach der Geburt hat man das Gefühl, Bäume ausreißen zu können! Und damit wird die Geburt zu einem der schönsten und ergreifensten Erlebnisse des gesamten Lebens.

Gebären hat nichts mit Leiden zu tun.

Eine ergreifende schöne Geburt ist, wenn die Mutter ein gesundes Kind in den Armen hält, sich sicher und geborgen, unterstützt fühlt und durch den Verlauf der Geburt kompetent. Und dieses Gefühl ist durch nichts zu ersetzen.

Und es sollte Aufgabe der Geburtsmedizin sein, dieses Erlebnis zu unterstützen.

 

Schwangerschaftbegleiterin. Ich helfe Dir, eine positive, grandiose Schwangerschaft und Geburt zu erleben.

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