Als Frauen können wir überwältigende und stärkende Mysterien in uns selbst mit unserem Körper erfahren.
Eines dieser Mysterien ist die Schwangerschaft und Geburt.
Ich empfinde es als ehrfurchtsgebietend. Fast alle Frauen, die schwanger waren, denken gerne daran zurück. An die neuen Gefühle, diese besondere Zeit, die sich so schwer in Worte fassen lässt, aber ein Strahlen von Innen hervorruft. Natürlich – alles die Hormone. Mögen es die Hormone sein oder nicht, aber es ist unsere Lebensrealität und ein wunderbares Gefühl.

Das Grundgefühl der Schwangerschaft ist meist gut, aber eine Schwangerschaft auch komplikationslos durchaus nicht einfach und individuell natürlich unterschiedlich. Wir erleben einen Kontrollverlust. Der Körper, den wir bewohnen, ändert sich vollkommen und das nicht nur äußerlich, alles wird umgebaut und verändert, angepasst – und das, ohne dass wir es kontrollieren. Der Körper meldet sich anders und bei Dingen, wo wir sonst unseren Körper nicht hörten.

Für manche Frauen ist dieses Gefühl eine leichte Aufgabe – kaum der Rede wert -, für andere eine echt schwierige. Es ist nicht zu übersehen, dass die Schwangere einen Zwischenraum betritt, eine besondere Zeit durchlebt. Es gibt nichts Vergleichbares. Und wenn sie diesen Zwischenraum zum ersten Mal im Leben betritt, also den Schritt von der Frau (früher klassischer Weise der jungen Frau) zur Mutter macht, ist dies eine mystische Zeit. Alle Kulturen haben dafür besondere Riten und Rituale, wie wir heute besonders gut noch an den indigenen Kulturen sehen. Die Schwangerschaft ist die Zeit des Wachsen und Werdens. Das Baby wächst und die kommende Mutter wächst. Die Frau wird mit der kommenden Initiation der Geburt konfrontiert, der neuen Aufgabe, dem veränderten Sein, vielen Ängsten, alten und neuen Gefühlen und Themen – und in allen Aspekten der Vorbereitung auf das was kommt. Heute scheint sich diese Vorbereitung auf das Einrichten eines Zimmers, Shoppen gehen und vielleicht einen Geburtsvorbereitungskurs zu beschränken. Aber genauer betrachtet bereiten sich selbst Mütter die „nur“ dieses tun auch auf mehreren Ebenen vor: Das Baby im Bauch und das Kommende beherrscht ganz einfach diese Zeit, ist in den Gedanken und den Gefühlen.

Die Schwangerschaft ist der Zeitpunkt, an dem die Frau bestenfalls Kraft tanken sollte für das, was noch kommt. Wie immer ist dies in unserer hektischen Zeit der vielen Ansprüche schwierig geworden. Heute scheint das Bild vorzuherrschen, dass Schwangerschaft sich zwar gut anfühlt aber keine Priorität hat. „Die Frauen früher haben am Feld geboren unter der Arbeit“, heißt es da. „Schwangerschaft ist keine Krankheit“, schwangere Frauen arbeiten selbstverständlich. Alles ist richtig. Und doch: der Freiraum für Ruhe und Besinnung ist ein Muss: und diese fordert der Körper in der Schwangerschaft auch ein, die Schwangere kommt eigentlich gar nicht Drumherum.

Image by NASA

Und nur, wenn wir uns Zeit nehmen für die Gefühle und die Erlebnisse in der Schwangerschaft können wir auch ihre spirituelle Tiefe erleben. Die Verbindung mit der Kraft des neuen Lebens, die Bekanntschaft mit der neuen Seele, die Veränderungen in uns, das ganze Wunder, das in uns geschieht.
Wir sind nicht irgendein Gefäß, eine Hülle für das Leben. Wir sind in der Schwangerschaft und in den ersten Babymonaten das Universum für das neue Leben. Es ist ein Teil von uns, wächst in uns und mit uns. Eine engere Verbindung kann es nicht geben. Wir geben dieses Leben hinaus in die Welt – zwar sind wir nicht für den Lebensfunken zuständig, aber so nah dran am göttlichen Geheimnis des Lebens, wie ein Mensch nur sein kann.

Die eher besinnliche Phase der Schwangerschaft endet dann mit der Initiation der Geburt. Die Geburt eines Kindes ist immer eine Herausforderung, eine Grenzerfahrung, eben eine Initiation. Die Herausforderung erscheint manchmal gigantisch groß und doch haben es so viele Frauen bewältigt, tun es täglich. Mit oder ohne medizinischer Hilfe. Es ist ein unvergessliches Erlebnis für die Frau, so oder so. Und nichts ist bestärkender, ermächtigender als ein positives Geburtserlebnis. Ein negatives Geburtserlebnis ist ebenso stark in seinem Schmerz. Das ist ein Teil der Angst, der Unsicherheit. Und auch wenn wir keine Kontrolle über den Geburtsverlauf haben und Unvorhergesehenes passieren kann, so haben wir doch eine enorme Mitverantwortung und eine große Handlungsverantwortung. Wir und das Schicksal/ Gott / Göttin /Zufall bestimmen den Verlauf der Geburt gemeinsam. Wenn es einer Frau gelingt, dies zu erleben – wird es ihr Leben prägen.

Unsere Körperlichkeit bietet uns die Möglichkeit, Mysterien zu erleben, zu erfahren, zu spüren. Anders als nur im Geist. Dies sind nicht die einzigen Mysterien die uns offen stehen und Initiationen können auch anders erlangt und auch körperlich durchlebt werden. Und bei manchen Initiationen werden wir gar nicht vorher gefragt.

Schwangerschaft ist nur eine von vielen Möglichkeiten, die die Universum uns gibt und es ist unsere Entscheidung ob wir diesen Weg gehen möchten oder nicht.

Schwangerschaftbegleiterin. Ich helfe Dir, eine positive, grandiose Schwangerschaft und Geburt zu erleben.

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  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Nora Amala Bugdoll erwähnt. Nora Amala Bugdoll sagte: Spirituelles Erlebnis Schwangerschaft- Körpermysterien http://www.rund-und-gluecklich.de/blog/?p=61 […]

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