Folgeschwangerschaft: stürmische Zeiten

Eine Folgeschwangerschaft ist kein Spaziergang. Leider. Sie ist fast immer fürchterlich anstrengend, ein emotionaler Ausnahmezustand – wie es ihn sonst kaum gibt. Schon bei gesunden einfachen Schwangerschaften können die emotionalen Turbulenzen im ersten Schwangerschaftsdrittel einem ganz schön zu schaffen machen, aber das ist noch gar nichts im Vergleich zu dem, was die meisten Folgeschwangeren erleben.

Ich nenne das eine intensive Zeit aber das ist ganz klar eine riesige Beschönigung, selbst „schwere Zeit“ trifft es noch nicht gut genug.

Wir suchen alle bei Problemen und schweren Zeiten einen einfachen Ausweg. Der wäre so schön. Aber leider gibt es ihn nicht. Nicht in diesem Sinne. Wenn die Zeiten schwer sind, intensiv, rauh, fürchterlich, Sturmgepeitscht, dann müssen wir auch so leben und handeln: INTENSIV.

Wir müssen anerkennen, dass dies eine besonders schwierige Zeit ist und sich das jetzt auch nicht einfach mal so ändert. Das beste, was man da tun kann ist: Dem entgegensehen, es akzeptieren, Verantwortung übernehmen, im Moment sein und handeln.

Wenn wir eine Situation anerkennen und so offen sind, wie wir können, sind wir nicht länger Opfer des Lebens sondern wir übernehmen wieder das Steuer. Das ist weit entfernt davon, einfach zu sein, aber genau dieser Schritt ist extrem erleichternd und verändert (immer wieder), die Gefühle. Genau das ist es, was es “besser” macht. Das und so freundlich mit uns umgehen, wie es nur geht.

Denken Sie mal an diesen Modus, in dem wir manchmal sind, wenn konkrete (mittelgroße) Katastrophen in unserem normalen Leben passieren: eine Verletzung, oder Krankheit ein Unfall eines Nahestehenden, ein Beziehungsende so etwas – das nicht lebensbedrohlich schrecklich ist. Da ist dann dieses Gefühl der Klarheit – wenn man weiß, dass gerade wirklich “die Kacke am dampfen” ist, und man verdammt traurig und aufgewühlt ist, aber trotzdem handlungsfähig bleibt und einen klaren Kopf hat, um das zu tun, was die Situation braucht. Verstehen Sie mich jetzt nicht falsch, ich rede nicht davon, die Gefühle zu verdrängen (was in solchen Situationen auch geschehen kann, wenn die plötzliche Belastung einfach zu groß ist).
Ich möchte nur, dass Sie sich an dieses Gefühl erinnern: Wie es sich anfühlt, wenn man auch in schwierigen Situationen die Fähigkeit zu Handeln hat.

Man kann nämlich immer etwas tun, auch wenn man das Grundproblem nicht lösen kann oder eben das Schicksal nicht in der Hand hat – es gibt immer etwas, das man tun kann, damit der Himmel sich etwas aufklart. Und das ist eben, sich aktiv mit der Situation in einer positiven Weise zu beschäftigen. Handeln und Verantwortung zu übernehmen. Liebe zu fühlen, Trost zu finden. Und handeln.

Verantwortung übernehmen heißt auf keinen Fall, dass Sie die Verantwortung für den Verlauf der Schwangerschaft übernehmen sollen. Sie sind nicht diejenige, die über Leben und Tod bestimmt, das liegt nicht in Ihrer Macht und Verantwortung – sonst hätten Sie schon Ihr Wunschkind in den Armen. Es geht hier um Verantwortung für Ihre Handlungen, für Ihre Gefühle, und dafür, wie Sie die Zeit nutzen. Es bedeutet, dass Sie sich nicht geschlagen geben und nicht einfach abwarten, dass die Dinge besser werden. Nicht fliehen, nicht versuchen, nichts zu empfinden, sich nicht von dem neuen Baby abschotten.

Es bedeutet, dass Sie einfach alles, was Ihnen möglich ist, dafür tun, um sich gut zu fühlen und die Panik in Schranken zu weisen. Das klingt anstrengend – aber es fängt mit einer Intention, einem Entschluss an. Und anstrengend ist eh schon alles. Handlungsmacht zurück zu erlangen ist weniger anstrengend als in der Situation tatenlos zu verharren. Es schmerzt sowieso. Zu versuchen, für das neue Baby das Beste daraus zu machen – schmerzt weniger.

Das ist die Grundlage und der Beginn meiner Arbeit mit Folgeschwangeren. Das ist ein Schritt, den Sie immer und immer wieder tun müssen, wenn Sie sich und dem Baby ein angenehmeres Erlebnis schenken müssen.

Und genau dabei, sich und Ihrem Baby immer wieder etwas Angst-Freiheit, Glück und Vertrauen zu schenken, möchte ich Ihnen helfen.

 

Schreiben Sie mir, wenn Sie herausfinden möchten, ob und wie das funktionieren kann.

 
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