„Ich habe keine Gefühle für das Baby in meinem Bauch“

Das ist ein Alptraum: Die Situation ist schwierig, die Startbedingungen für die Schwangerschaft waren alles andere als optimal und jetzt das: Die werdende Mutter fühlt Nichts oder nichts Positives für das Baby. Vielleicht hat sie sich bewusst gegen eine Abtreibung entschieden – und trotzdem ist da diese Leere.
Und statt des Babyliebesglück gibt es dann zu all den Problemen haufenweise Schuldgefühle, Scham, Probleme und Traurigkeit gratis mit dazu. Ein emotionaler Horrortrip.
Manchmal kommt es auch vor, dass die äußeren Bedingungen nicht so desaströs und sich ein Paar bewusst für ein Kind entschieden hat – und dann trotzdem diese fürchterliche Leere. Das ist für die Betroffenen (und das Umfeld) noch schwieriger nachvollziehbar, da ja sonst eigentlich alles in Ordnung zu sein scheint.
Egal wie die Situation im Detail aussieht, dies ist eine der größten Herausforderungen, vor denen eine Frau stehen kann. Und – es ist klar – für das Baby ist die Situation auch nicht gut – im schlimmsten Fall traumatisch. Nur dies zu betonen, hilft den Frauen kein bisschen, das macht es nur schlimmer. Denn: An gutem Willen mangelt es nicht. Niemand hat sich hingestellt und beschlossen, das Baby nicht zu lieben, sondern vielmehr ist es eine Situation, die einen selbst nahezu zerreißen kann.

Was also können die werdenden Eltern tun, damit es besser wird?

  1. Schuldgefühle „leiser“ stellen
    Schuldgefühle und Scham sind starke Gefühle – und sie sind starke Blockaden auf dem Lösungsweg. Der „Trick“ ist nun, die Schuldgefühle wenigstens Zeitweise leiser werden zu lassen. Das ist eines der schwierigsten Dinge auf dem Weg hin zur Liebe. Es wird meist nicht auf Anhieb klappen – Sie werden es den ganzen Prozess immer neu anfangen müssen. Das kann Ihnen dabei helfen:

    • Es ist menschlich und normal, Probleme zu haben
    • Sie sind deswegen kein schlechter Mensch
    • Sie haben nicht versagt.
    • Höchst wahrscheinlich halten Ihre eigenen Probleme und Erlebnisse Sie gefangen. Sie haben keine Schuld.
    • Tun Sie Ihr Bestes – dann gibt es keinen Grund zur Selbstzerfleischung: Ihr wirklich Bestes ist immer gut genug, auch wenn vielleicht nicht so ist, wie Sie es sich erhofft hatten.
    • Geben Sie sich selbst das Versprechen ab, Ihr Bestes zu geben und nicht aufzugeben.

Bild von fdate

  1. Hilfe und Unterstützung suchen
    Sie verdienen Hilfe und jemand, der diese Schlacht mit Ihnen schlägt. Jemand, der Ihnen zur Seite steht und Sie unterstützt. Jemand, der an Sie glaubt. Jemand, der Ihnen hilft, den Weg zu finden und zu gehen.
    Suchen Sie Hilfe, die zu Ihnen passt. Wenn Sie eine starke Blockade, Angst, Scham oder Schuld fühlen, bei dem Gedanken, eine spezielle Hilfe anzunehmen, dann probieren Sie das Hilfsangebot, dass Ihnen am wenigsten schlechte Gefühle macht. Versuchen Sie auch nochmals Schritt 1.Hier können Sie Unterstützung und Hilfe bekommen:

    • ein wirklich verständnisvolle(r) Freund oder Freundin
    • eine Schwangerschaftsberatgungsstelle
    • eine Psychologin oder ein Psychologe
    • eine Doula
    • bei mir

    Sie und Ihr Baby sind es wert, dass Sie Hilfe bekommen. Hilfe, damit Sie sich besser fühlen und die „ideale“ Mutter sein können, die in Ihnen steckt. Nehmen Sie diese Chance wahr.

    Die Hilfe, die Sie erhalten, wird bei jeder Person anders aussehen – theoretisch könnten Sie von allem profitieren. Wie das praktisch aussieht, werden Sie ausprobieren müssen. Manchmal muss man ein wenig rumprobieren und suchen, bis man die richtige Art von Hilfe und die richtige Person gefunden hat. Oder die Freundin den Weg für ein anderes Hilfsangebot. Probieren Sie es aus. Wichtig dabei ist, dass Sie wirklich unterstützt und akzeptiert werden.

  2. Zeit und Arbeit investierenWenn Sie aktiv werden und aktiv bleiben, reduzieren Sie Ihre Schuldgefühle. Denn dann handeln Sie. Schwierig ist natürlich, dran zu bleiben, Sie hoffen natürlich auf schnelle Besserung. Und es ist sehr anstrengend auszuhalten, wenn man etwas tut, um die Situation zu verbessern und es nicht hilft. Gerade dann ist es aber nötig, nicht aufzugeben, sondern wieder aufzustehen und daran weiterzuarbeiten. Wer aufgibt, kann nicht gewinnen. Sie und Ihr Baby sind es wert, und Sie können es schaffen.Hier ein paar Tipps:
    • Haben Sie viel viel Geduld mit sich selbst .
    • Haben Sie noch mehr Geduld mit sich selbst
    • Versuchen Sie, eine Problem-Fixierung zu vermeiden
    • Bestärken Sie alle positiven Gefühle des Lebens


Es gibt leider keine Erfolgsgarantie – nur eine Erfolgschance. Aber es wird sich immer lohnen, es zu versuchen.

Was Sie jetzt gleich tun können: Kontaktieren Sie mich per Email und erzählen Sie mir Ihre Geschichte.

P.S. Manchmal kommt es vor, dass Schwangere etwas mehr Zeit brauchen, um sich dem Baby zu öffnen. Wenn Sie nicht von Anfang an Liebe spüren, braucht das noch kein Grund zur Panik sein. Die Liebe kann noch wachsen. Aber Sie können natürlich sich trotzdem auf Forschungsreise zu Ihrer Liebe machen. Kontaktieren Sie mich.

 

Foto Credit
Foto oben  Dendroica cerulea, Mitte: fdate, Unten: Foto von Dawn Huczek

Keine Gefühle für das Baby?

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12 Comments

  1. Melanie 21. Februar 2011 at 12:18 - Reply

    Liebe Nora,
    das ist ein schöner Beitrag zu einem weniger schönen Thema. Toll, dass du Schwangeren mit diesem Problem zur Seite stehst und ihnen Mut machst!
    Viele Grüße, Melanie

  2. Lotta Gruen 28. Februar 2011 at 20:54 - Reply

    Hallo liebe Nora,

    Ich kann mich Melanie nur anschließen! Ein wirklich mutmachender Artikel. Liest man leider viel zu selten, sowas.

    Und ich glaube jede Schwangere leidet (mindestens zeitweise) unter einem schier unerträglichen Perfektionsanspruch. Besonders heutzutage, da so viel über die pränatale Entwicklung bekannt ist – was unheimlich toll und wertvoll zu wissen ist. Aber eben leider auch sehr unter Druck setzen kann.
    Man soll so unheimlich ausgeglichen und überglücklich sein. Und vor allem, wenn das Kind ein Wunschkind ist, erdrückt einen von überall her die Erwartung sich gefälligst 24/7 zu freuen. Hmm. Lässt sich nur irgendwie im Laufe dieser allzu aufregenden und umwälzenden neun Monate nun mal wirklich nicht in die Tat umsetzen.

    Ich hatte in meiner Schwangerschaft, die besonders anfangs von diversen Ängsten begleitet war, auch Momente, wo ich fürchtete, ich schadete meinem Baby mit meinen Launen und Gefühlen – was ja alles viel schlimmer machte!
    Weil ich im Vorfeld geahnt hatte, dass ich derart fühlen würde, habe ich schon vor der Schwangerschaft entschieden mit einer befreundeten Psychotherapeutin je nach Bedarf Gespräche zu führen. Und so bin ich alle 4 – 6 Wochen bei ihr aufgeschlagen um zu berichten, zu reflektieren und mich bestärken zu lassen. Das fand ich sehr wohltuend und hilfreich.

    Und während einer dieser Angst- und daraus resultierenden Schuldgefühlsphasen erklärte besagte Psychotherapeutin, dass es vollkommen ausreicht, wenn man eine „ausreichend gute Schwangere“ ist. In Anlehnung an Winnicots Begriff der „ausreichend guten Mutter“.

    Ich glaube, auch wenn das nur die Wenigsten zugeben mögen, ist fast jede Schwangere dann und wann mit Gefühlen der Leere, Angst und Zweifel belastet. Denn eine Schwangerschaft bedeutet auch immer den Abschied vom bisherigen Leben. Man lässt sich auf das große Unbekannte ein – und das für den Rest seines Lebens, ohne Möglichkeit da je wieder „rauszukommen“.
    Wenn da noch eventuell eigene, unaufgearbeitete Konflikte, Traumata oder Belastungen mit reinspielen, ist es wirklich kein Wunder, wenn man abwehrend reagiert.
    Was nach meiner Erfahrung besonders am Anfang verstärkt wahrgenommen wird, wenn die ganzen Einschränkungen noch so neu sind und der Körper verrückt spielt.

    Es geht mE gar nicht darum, sofort vor Glück und Liebe überzusprudeln, sondern das Entscheidende ist eben, wenn man merkt, dass etwas im Argen liegt, aktiv zu werden und eben deine wunderbar zusammengefassten Tipps zu beherzigen.

    Ich kann jedenfalls sagen, nicht nur mein Baby ist in den bisherigen 35 Wochen unserer Schwangerschaft gewachsen, auch ich, mental (und um den Bauch rum *g*). Und ich erlebe heute Gefühle und eine Zuversicht, die ich in der Frühschwangerschaft mit all den Ängsten, der elenden Übelkeit und permanenten Erschöpfung nicht für möglich gehalten hätte.

    Ja. Soweit mein Roman. War mir grad ein Bedürfnis.

    Ein schönes Blog hast du hier, übrigens. Les ich gerne drin! :)

    Liebe Grüße,
    Lotta

    • Nora Amala 28. Februar 2011 at 21:01 - Reply

      Hallo Lotta,

      vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung! Du hast es schön auf den Punkt gebracht, finde ich. Und das wird sicherlich vielen anderne Mut machen. Danke hierfür. Ich freue mich sehr, dass dir das Blog gefällt und wünsche dir noch eine schöne Schwangerschaft und bestärkendes Geburtserlebnis!

      Nora

  3. Franzi 26. Februar 2012 at 21:32 - Reply

    Hi , ich stecke grade in soeiner ähnlichen Situation…
    Ich bin zum zweiten Mal schwanger.
    Unser erstes Kind ist gena wie dieses ein Wunschkind, der kleine Zwerg ist jetzt 1 jahr und 4 Monate alt. Und bei Ihm habe ich schon im Bauch mit Ihm gesprochen, Ihn gestreichelt und war sooo glücklich…
    Ich bin im 3 Monat schwanger und es war auch so geplant, aber ich fühle mich nicht schwanger und kann irgendwie keine Gefühle für das Baby in mir aufbauen…
    Jetzt mache ich mir Sorgen dass, das so eine Art Urinstinkt ist – und mit meinem Kind irgendwas nicht stimmt und ich es sowieso verliere…
    Und dieser schreckliche Gedanke, der mir wie ich es grade schreibe mehr Angst macht als sonst, hindert mich irgendwie nochmehr daran…
    Außerdem nimmt zusätzlich irgendwie keiner war das ich schwanger bin,
    wenn ich über eine Untersuchung rede oder so , dann wird schnell das Thema gewechselt als wenn es niemanden interessiert… Das ist auch komisch – denn ich habe das Gefühl ich muss darüber reden das es für mich wirklich wird, aber niemand will davon was wissen…
    Klar mein Mann will das Baby und freut sich aber solange ich kein Bauch hab nimmt er das noch nicht wahr , aber das war bei meinem ersten schon so – was er nicht sieht ist auch nicht da so ungefähr – obwohl er es weiß und reden kann ich mit ihmauch nicht darüber -weil er es nicht versteht….
    Nur mein Zwerg küsst jeden morgen meinen Bauch und zieht ab und zu mein shirt hoch und guckt in meinen Bauchnabel ob er das Baby darin sieht :)
    Er ist soooo süß und ich liebe ihn von ganzem Herzen,
    manchmal frage ich mich ob es zu früh fürs zweite war…
    Als wir es planten dachte ich
    -Dann können die beiden schön spielen
    -es ist schön wenn Kinder nicht so weit auseinander sind
    -das wird sooo toll
    -dann bin ich noch eine weile zuhause und mein zwerg muss erst mit drei in den Kindergarten

    Ich weiß ich hatte soviel positive Gründe und wollte eine ganze Fussballmanschaft nach meinem ertsen…und jetzt…

    und jetzt
    -Kann ich ihm genug aufmerksamkeit schenken wenn das baby da ist?
    -ob ich das schaffe?
    -ist die wohnung dann zu klein?
    -was ist wenn das baby krank ist also behindert oder so
    -mein kleiner ist schon so selbstständig für sein alter und jetzt nochmal von vorne anstatt erstmal entspannen und geniesen???
    -ich hätte erstaml ein zwei jahre arbeiten gehen sollen…

    Vergeht das? was wenn nicht?

    Es tut mir leid wenn das alles so hinternander weg geschrieben ist aber das sind meine Gedanken und die sind im Moment leider auch nicht geordnet…

    Liebe Grüße Franzi

    • Nora Amala 27. Februar 2012 at 10:03 - Reply

      Hallo Franzi,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich denke an dich. Ich weiß, dass das nicht einfach ist.
      Ich habe Dir eine Email dazu geschrieben.

      ganz lieben Gruß,
      Nora

  4. Stephie 6. Juni 2014 at 17:36 - Reply

    Hallo Nora,
    ein wirklich toller Beitrag!
    Mir geht es leider ähnlich. Ich bin jetzt in der 28. Ssw und meine Ärztin hatte mir in der 16. Ssw gesagt, dass es ein Mädchen wird, mein Mann hätte sie extra noch gefragt ob es wirklich sicher ist oder ob da noch was wachsen kann. Aber sie war sich 100%ig sicher. Ich war überglücklich und habe noch so auf den Krümel gefreut. Habe täglich mit ihr gesprochen, sie gestreichelt, es war alles toll!
    In der 22. Ssw meinte sie plötzlich „oh, es ist ein Junge, macht aber nichts Hauptsache gesund und Kleidung haben Sie ja bestimmt noch nicht und wenn doch, selbst Schuld, dass ist dafür auch noch zu früh gewesen. Wenn Sie wollen können Sie mich jetzt gern verklagen.“ Seit diesem Vorfall bin ich in ein tiefes Loch gefallen, all meine Gegühle sind weg und ich fühle mich nur noch schlecht und leer. Leider versteht mich keiner und ich kann noch nicht mal mit meinem Mann drüber reden. Haben Sie einen Tip für mich?
    Ich hab Angst, dass ich den Wurm nie so lieben kann wir er es verdient hätte.
    Liebe Grüße Stephie

    • Nora Amala Bugdoll 27. Juni 2014 at 08:02 - Reply

      Hallo Stephanie,
      ich hoffe, Du hast meine Mail bekommen.

      schönen Gruß und alles alles Gute,
      Nora

  5. […] „Ich habe keine Gefühle für das Baby in meinem Bauch“ […]

  6. Anonym 25. Januar 2018 at 23:49 - Reply

    Hi… Ich fühle mich auch so… Eig wollte ich schon immer ein Kind haben da ich Kinder sehr liebe. Morgen (Samstag) bin ich im 6ten Monat schwanger. Ich spüre manchmal wie das baby sich sanft bewegt, trotz allem kann ich für dieses Kind keine Gefühle entwickeln.
    Ich hab immer gesagt wenn ich schwanger bin höre ich mit dem rauchen auf etc… Irgendwie kann und will ich das gar nicht!!! Als ich den test gemacht habe, war ich glücklich und hab geweint… Heute ist mir das egal und ich will das Kind gar nicht… Ich weis nicht warum… Aber irgendwie finde ich es selbst traurig, das ich mein eigenes Kind nicht lieben kann!!!

    • Nora Amala Bugdoll 26. Januar 2018 at 08:29 - Reply

      Hallo liebe Anonym,

      es gibt immer Gründe für unser Empfinden. Zum Beispiel, dass man sich aus Angst oder Selbstschutz zurückzieht. Das ist etwas, was man unbewusst entscheidet. Und dann fühlt es sich an als könnte man es nicht ändern. Aber man kann es ändern. In tatsächlich nur 4 Wochen kann man eine wesentliche Veränderung herbei führen. Für eine starke Reaktion und Handlung (und das klingt sehr danach) ist auch in der Regel ein starker (schmerzender) Grund vorhanden – es ist intern alles völlig logisch für einen Teil von Dir. Und es klingt ein bisschen als hättest du auch innerlich aufgegeben (beschlossen, dass man es nciht ändern kann und dass du dann auch genausogut weiter rauchen kannst). Leider gefährdet das dein Kind. Aber in dieser Situation wäre es wichtig, erst mal anzugucken, was es ist, dass dich so schmerzt oder ängstigt, wo du dabei abgeblieben bist. Ich habe gerade erst wieder mit einer Frau gearbeitet, die gesagt hat, sie hat keine Gefühle für ihr Kind und schon nach drei Gesprächen waren da eben doch Gefühle (auch wenn noch nicht alles eitel Sonnenschein ist). Ganz wichtig ist: man kann etwas tun Und es wäre jetzt wirklich wichtig und dringend, etwas zu tun. Denn du hast jetzt schon aus deiner Situation heraus gefährliche und schädigende Muster für dich und dein Kind erschaffen – vermutlich aus Verzweiflung über die Situation. Die schönste Lösung ist, dafür zu sorgen, dass es anders ist. Dass du glücklich sein kannst und stolz und es deinem Baby gut geht. ich schicke Dir deswegen eine Email (bin aber nicht sicher, ob das nciht eine Wegwerfemailadresse ist). Deswegen auch hier ausführlich. Bitte melde dich bei mir, es gibt eine Möglichkeit, dass für alle beteiligten aufzulösen, so dass es sich gut anfühlt und gesund und schön ist. Lieben Gruß, Nora

  7. Phantasie_01 15. Februar 2018 at 19:26 - Reply

    Hallo,
    Ich bin gerade in der 36 SSW und spüre und sehe die Bewegungen von meinem kleinen Bauchbewohner. Allerdings fühle ich nichts wenn er sich bewegt, ja ich weiß da ist ein Mensch in mir aber ich kann es bis heute nicht realisieren bzw mir vorstellen in 4 Wochen ein Kind zu bekommen. Dazu kommt dass ich extreme Angst vor der Geburt habe. Ich habe Angst ob ich das schaffe und durchhalte. Es ist so schwer das in Worte zu fassen.

    • Nora Amala Bugdoll 8. April 2018 at 08:14 - Reply

      Hallo liebe Phantsie_01 ich hab Deinen Kommentar leider übersehen, weil ich im Urlaub war und Du hast keine Kontaktmöglichkeit hinterlassen. Das ist sicherlich sehr anstrengend, was Du erlebst. Manchmal verfallen wir in so eine Art Schreckstarre, wenn wir große Angst haben. Wenn man das Gefühl hat, da kommt etwas angstmachendes unsteuerbares Großes auf einen zu, das man nicht abwenden kann und bei dem man vielleicht nicht glaubt, dass man Einfluss darauf hat oder dass es gelingen kann ohne dass man und Angst um sein Wohlergehen haben muss – dann können wir vor Angst ganz zu machen und versuchen alle GEfühle klein zu schalten, wegzudrücken. Als Strategie, um die Angst auszuhalten. Und das wirkt sich dann sofort auch auf die Gefühle fürs Kind aus, für die dann kein Platz ist. Da hilft es auf jeden Fall die Panik anzugehen und aufzulösen. Oder manchmal glaubt man gar nicht so recht, dass das alles gut ausgeht, real ist, dass so etwas Tolles wirklcih für einen selbst real ist und das kann auch dafür sorgen, dass da eher eine Leere statt Babygefühl ist. Das wären nur zwei Möglichkeiten, was das Glücksgefühl klein halten kann. Und egal wie früh oder wie spät es in der Schwangerschaft auftritt, in meinen Augen lohnt es sich immer, Angst aufzulösen und dem Glück den Weg frei zu machen. Aber nun ist es wohl schon eher angemessen, dir zu deinem Baby zu gratulieren und ich weiß, dass Du jetzt wenn das Baby in deinen Armen liegt, viele schöne Gefühle dafür hast.

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