So findest du dein Bauchgefühl für Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft

Dieser Artikel ist inspiriert von zwei Blogartikeln von Jana Friedrich @Hebammenblog „Die normale Geburt…“ und “ Bauchgefühl verzweifelt gesucht“

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So findest du dein Bauchgefühl für Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft

Für die natürliche Geburt, entspannte Schwangerschaft und gute Babyzeit ist es wirklich hilfreich, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Das Bauchgefühl ist das, was dem Ausschlag bei all dem Pro und Contra und all den gegenteiligen Meinungen gibt. Das Bauchgefühl sagt dir, was richtig ist.

Woher kommt das berühmte Bauchgefühl, wie finde ich es?

Folgendes ist dafür nötig:

  • ganz bei sich sein – oder möglichst oft bei sich sein: Also sich selbst und die eigenen Empfindungen spüren können
  • sich selbst ernst nehmen – meine Bedürfnisse spüren und auch nach meinen Bedürfnissen handeln (denn sonst nehme ich mich nicht ernst)
  • es nicht anderen recht machen (nein das heißt nicht, dass du zum asozialen Monster mutieren musst, denn mit anderen in Verbindung zu stehen ist ein Grundbedürfnis eigentlich aller Menschen, man muss sich eben nur nicht verbiegen dafür)
  • herausfinden, was ich will – mich informieren
  • und auf die leise stimme hören – denn diese leise Stimme ist (oft) das Bauchgefühl.

So kann sich das Bauchgefühl anfühlen:

Es kann das warme Gefühl sein, wenn man einen Beitrag liest, das einem sagt, „ja, so ist es“! Das ist ganz klar Bauchgefühl. Ein Daumenhoch für das, was du gerade gelesen hast.

Es kann ein „Das ist nicht richtig“ innerer Aufschrei sein, wenn man etwas sieht oder liest. Vor allem, wenn man das Gefühl hat, mitzuleiden.
Wer es ganz genau wissen will, kann sich das „das ist nicht richtig“-Gefühl noch näher angucken, ob dahinter irgendwas Übernommenes steckt oder es eine echte Überzeugung ist und ob die Basis dieser Überzeugung ein positives Gefühl oder eine Angst ist.
Denn die Angst schleicht sich manchmal auch so an und kommt zu sehr lauten Regeln und „Werten“. Immer wenn sich eine Überzeugung leer, eng oder schmerzhaft anfühlt oder etwas mit Angst zu tun hat, ist das ein Hinweis darauf, dass es kein Bauchgefühl ist, sondern eine Art Verletzung oder ein Schutzmechanismus und Blockade. Wenn sich aber irgendwo da drin Liebe oder Mitgefühl in dem „das ist so nicht richtig“ versteckt, dann ist es Bauchgefühl.

Dann gibt es noch das „da ist irgendwas komisch / nicht richtig dran“ Gefühl. Dieses Bauchgrummeln. Auch für das gilt das obige und es ist meistens ein Bauchgefühl.

Angst ist kein Bauchgefühl. Sondern Angst. Sie ist wenn man sie wörtlich nimmt, meist ein sehr schlechter Ratgeber. Trotzdem muss man sie ernst nehmen (mehr dazu im neuen kostenlosen Ebook)

Mit der Zeit spürst du, was Bauchgefühl ist und was nicht. Und ein paar Irrtümer gehören immer dazu. Das ist nichts Schlimmes. Wir treffen haufenweise falsche Entscheidungen. Wir können ja zum Glück daraus lernen.

ein Geschenk

Hängt eng mit dem Bauchgefühl zusammen: Vertrauen

Vertrauen auf das Bauchgefühl, Vertrauen in die Schwangerschaft und die Geburt.
Vertrauen ist heute zugegebener Maßen schwierig, weil unsere Gesellschaft (und allen voran gerne die Frauenärzte und Magazinartikel) uns ja das Risiko überall vorrechnet und vor Augen führt. Nur funktioniert unser Gehirn dann so, dass wir mehr Risiko sehen als es tatsächlich gibt. Ein kleines Beispiel dazu. Wenn du darüber nachdenkst, dir ein kleines rotes Auto zu kaufen, ist es sehr wahrscheinlich, dass du plötzlich überall in der Stadt kleine rote Autos siehst, weil dein Gehirn sich damit beschäftigt und sie dir herausfiltert.
Es fahren aber genauso viel rote Autos durch die Stadt wie jeden Tag. Nur dir kommt es aufeinmal sehr viel vor. So funktioniert das mit dem Risiko auch. Die Prozentzahl, die das Risiko angibt, können wir nicht fühlen. Wir merken nur hier Risiko, da Risiko – überall Risiko und futsch weg ist wohlige Gefühl, dass alles in Ordnung ist und Schwangerschaft und Geburt ein natürlicher Vorgang sind (und kein hochgefährliches Unternehmen)

Und in der Praxis?

Wie sieht das in der Praxis aus? Wie finde ich Entscheidungen?
Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten: Entweder ich fälle die Entscheidung komplett aus dem Bauchgefühl heraus, oder ich informiere mich erst und entscheide dann, oder ich folge meinem Bauchgefühl aber überprüfe ganz kurz noch mittels Recherche meine Entscheidung.

Für viele Menschen ist die mittlere Option die passendste Weg: sich umfassend zu informieren (auf gesunde Art und Weise, man muss nicht alles totrecherchieren, ein Überblick über die Optionen reicht) und dann einen eigenen Standpunkt dazu zu finden. Und wenn man das mit ein paar Themen gemacht hab, dann weiß man auch leichter, wo bei den anderen Themen der eigene Standpunkt ist, da sich ein Werte- und Entscheidungsmuster abzeichnet.

Also zum Beispiel: Wenn ich mich in zwei großen Fragen für die alternative Ecke entschieden habe, ist es klar, dass ich mir bei den anderen Themen auch erst die alternativen Meinungen dazu angucke und mich vermutlich darin wiederfinde. Oder eben umgekehrt.

Wie kann ich Bauchgefühl lernen?

Tatsächlich bestärkt die Arbeit mit mir in Coachings immer auch dein Bauchgefühl und Vertrauen. Denn beides lässt sich lernen und bestärken.

Darüber hinaus kannst du:

  • vermehrt darauf achten, wie du dich fühlst, wenn du etwas liest und das ernst nehmen
  • dich mit positiven Eindrücken stärken (z.B. auch Affirmationen)
  • möglichst nett zu dir selbst zu sein, damit du dein Bauchgefühl auch hörst. Denn wenn du es nicht hörst, hast du es vermutlich schon als „ach egal“ oder „was weiß ich denn schon“ etc. abgetan
  • dir jetzt in der Schwangerschaft Gedanken über deine Überzeugungen, inneren Wunschbilder und Werte machen, damit du weißt, das du willst und was dir wichtig ist. Damit ist es dann viel leichter, zu einer Bauchgefühl Entscheidung zu kommen, weil du ja die groben Richtung schon hast (dazu habe ich übrigens ein Worbook)

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Zusammenfassung: Für eine richtig schöne natürliche Geburt brauchst du Vertrauen, Bauchgefühl und „im Körper sein“ (statt im Kopf) als Hauptbestandteile. Und alles davon kannst du lernen und üben. Genau jetzt. Und Spaß macht es auch und hilft dir auch in der Babyzeit und in anderen Lebensbereichen.

Hier kannst du eine kostenloses Gespräch dazu mit mir vereinbaren.

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4 Comments

  1. michel 4. November 2015 at 09:42 - Reply

    Das gefällt mir sehr, was hier geschrieben wird. Danke

  2. Kilian 29. Januar 2016 at 16:42 - Reply

    Servus Nora,
    ja besonders die Aufführung was wirkliches und unwirkliches Bauchgefühl ist, sagt mir zu. Ich finde es manchmal echt eine Herausforderung stets mit dem Bauchgefühl in Kontakt zu bleiben.

    Kilian

    • Nora Amala Bugdoll 3. Februar 2016 at 13:31 - Reply

      Hallo Kilian,
      ja da muss ich dir zustimmen. Es ist echt nicht immer ganz einfach oder selbstverständlich das Bauchgefühl zu hören. Es erfordert schon Aufmerksamkeit und kann echt herausfordernd sein.
      Viel Erfolg und viel Spaß, Nora

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