Und woran Sie einen guten Geburtsvorbereitungskurs erkennen.

Kann nicht jede Frau gebären, ist dies nicht das natürlichste der Welt? Ein klares JA. Eine Frau muss das Gebären nicht lernen, es ist eine natürlicher Vorgang. Trotzdem ist die Geburtsvorbereitung unersetzlich.

Denn uns fehlt das traditionelle Wissen über die Geburt, wir bewegen uns weniger als für uns normal wäre und wir sind unserem Körper und unseren Wahrnehmungen größtenteils entfremdet. Und selbst wenn wir all dies nicht wären, so ist die Geburtsvorbereitung psychologisch in der Schwangerschaft einfach vorgesehen.Zwar müsste dies nicht in Kursform geschehen, es geht nur darum, dass sich die Frau so intensiv wie möglich psychisch auf die Geburt vorbereitet. Aber gute Geburtsvorbereitungskurse sind wirklich sinnvoll. Ich empfehle stark, Hebammengeleitete Kurse, möglichst keine Klinikkurse. Aber auch bei Hebammenkursen lohnt es sich, herumzufragen, nicht alle Kurse sind gleich gut.

Eine Kundin gab mir letzens das Beispiel eines schlechten Geburtsvorbereitungskurses (Hebammengeleitet): Die Hebamme referierte mehrere Termine lang ausschließlich und umfassend über alle körperlichen Prozesse bei der Geburt (inkl. aller Fachbegriffe) und mögliche, medizinische Risiken. Ein Geburtsvorbereitungskurs ist keine Hebammenausbildung, soo genau wollen es die meisten Mütter dann gar nicht wissen. Ein guter Geburtsvorbereitungskurs vermittelt hilfreiches, ermächtigendes praxisnahes Wissen und hilft der Frau, sich bereit zu fühlen, realistische Erwartungen zu haben und offene Fragen zu klären.

Trauen Sie Ihrer Einschätzung und werden Sie sich beim ersten Termin klar, ob Sie im richtigen Kurs sitzen. Stellen Sie Fragen zum geplanten Ablauf. Denn wenn Sie es sofort merken, dass der Kurs nicht gut ist oder nicht zu Ihnen passt, können Sie gleich noch aussteigen und einen anderen Kurs suchen. Ein unpassender oder schlechter Geburtsvorbereitungskurs kann Ihnen nicht helfen. Es ist vertane Zeit und im schlimmsten Fall fühlen Sie sich danach nicht gebärkompetent oder haben mehr Vorstellungen von potentiellen Risiken als von der natürlichen Geburt. Ein schlechter Geburtsvorbereitungskurs kann also auch schaden.

Wobei Ihnen ein Geburtsvorbereitungskurs hilft:

  • Sie haben eine konkretere Vorstellung vom Geburtsablauf, klare hilfreiche konkrete Informationen
  • Sie bekommen Antworten auf offene Fragen und können Gehörtes („meine Freundin… „) besser einschätzen oder gegenprüfen und holen eine zusätzliche Meinung ein.
  • Sie lernen Möglichkeiten der Wehenverarbeitung kennen und Geburtspositionen

In einem idealen Geburtsvorbereitungskurs sollten Sie auch positive Geburtsberichte hören und die Möglichkeiten zur Wehenverarbeitung auf jeden Fall üben, ebenso wie Sie die Geburtspositionen ausprobieren sollten. Denn diese zu fühlen, sich es vorzustellen und in die Position zu begeben bewirkt eine deutlich bessere Vorbereitung und ist wesentlich konkreter. Außerdem sollte meiner Meinung nach Entspannungsübungen und Massagehinweise bzw. ein Gespräch zur Rolle des Begleiters auf jeden Fall dazugehören.

Das mit dem Wehenverarbeiten: Jede Hebamme verfolgt ein bisschen eine andere Zielsetzung oder Überzeugung, was das Wehenverarbeiten angeht. Es gibt Kurse, in denen üben Sie bestimmte Atemtechniken, es gibt Kurse, da werden keine Atemtechniken gelernt. Was nicht unbedingt heißt, dass letzere Kurse dadurch schlechte Kurse wären. Denn es gilt zu vermeiden, dass die Frau das Gefühl hat, etwas während der Geburt falsch machen zu können oder Angst hat, die Technik zu vergessen. Deswegen raten viele Hebammen und Doulas von Techniken ganz ab, um nicht noch mehr Anspannung zu erzeugen und bauen stattdessen Entspannungsübungen, Yogaübungen und Experimente mit Atem ein. Auch was das Erleben der Wehen angeht und Entspannungstechniken, so hilft nur ausprobieren und üben. Wofür in jedem Kurs genügend Raum sein sollte.

Ein guter und zu Ihnen passender Geburtsvorbereitungskurs bestärkt Sie. Hilft Ihnen bei der mentalen Geburtsvorbereitung und gibt Ihnen Bilder oder Informationen, die für Sie auch während der Geburt Bedeutung und Nutzen haben.

Zwar kann man keine Gleichung eröffnen, dass ein Geburtsvorbereitungskurs automatisch zu einer besseren Geburt führt, aber es ist erwiesen, dass die innere Vorbereitung der Frau auf die Geburt diese entscheidend mitbeinflusst. Das umfasst sowohl das Wissen als auch das Gefühl des „das kann ich schaffen“. Ein Geburtsvorbereitungskurs sollte daher nie ausgelassen werden.

Aber wissen Sie was? Je mehr positive Vorbereitung Sie erleben, je mehr Zeit und Aufmerksamkeit Sie in Ihre Geburtsvorbereitung investieren, desto wahrscheinlicher wird es, dass Sie eine positive Geburt erleben, Ihre Wunschgeburt. Im Prinzip ist die ganze Schwangerschaft so etwas, wie eine Geburtsvorbereitung (wobei sie sogar mehr als das ist, es ist auch eine Mutterschaftsvorbereitung). Wenn Sie also eine erfüllende positive, ermächtigende Geburt anstreben, die Sie am liebsten auch noch schmerzfrei erleben möchten, dann müssen Sie noch mehr Zeit investieren. Zum Beispiel mit meinem ergänzenden Ganzheitlichen Geburtsvorbereitungskurs via Internet.

 

Möchten Sie den gelungenen Geburtsvorbereitungskurs Ihrer Hebamme anderen empfehlen? Nur zu, hinterlassen Sie einen Kommentar – alle Leserinnen Ihrer Region werden sich freuen! Und was war für Sie das wichtigste in Ihrem Geburtsvorbereitungskurs und was hätten Sie sich gewünscht?

Schwangerschaftbegleiterin. Ich helfe Dir, eine positive, grandiose Schwangerschaft und Geburt zu erleben.

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1 Comment

  1. deaconbec 27. Dezember 2011 at 06:28 - Reply

    Super Zusammenfassung, http://www.fertilitycenter-crete.gr/ vielen Dank dafür! Oft haben Frauen die Vorstellung, dass sie, sobald sie schwanger sind, einfach ALLES essen können (Käsekuchen, Pommes, Essiggurken und Schokolade..). Alles nur Klischee, es ist vor allem in der Schwangerschaft wichtig, sich gesund zu ernähren!
    Deshalb: Danke für deinen Artikel!

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