Was bedeutet ganzheitliches Erleben einer Schwangerschaft?

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Ein bisschen schwanger gibt es nicht, sagt das Sprichwort. Dein ganzer Körper ist schwanger. Aber nicht nur der. Schwangerschaft ganzheitlich bedeutet alles zu betrachten: Den Körper, den Geist und die Seele. Und zwar deinen Körper, Geist (oder Psyche) und Seele und Körper, Geist und Seele vom Ungeborenen.

Praktisch bedeutet es, dass nicht nur formale äußere Themen wichtig sind, wie die Untersuchungen und Ultraschallbilder, das Gewicht des Babys und dein Bauchumfang. Natürlich geht es darum, dass das Baby wohl auf ist und du auch. Nur werden dabei andere Dinge wichtig. Dinge, die weniger im Außen liegen und weniger messbar sind.

Raum für die psychischen und seelischen Veränderungen
Ganz wichtig ist, dass für die Veränderungen, die in dir auf allen Ebenen statt finden, genügend Raum vorhanden ist. Also Zeit, Aufmerksamkeit und der Wunsch, sich damit zu beschäftigen.
Das heißt, dass du nicht einfach so weiterleben kannst, als ob du nicht schwanger wärst. Dein Körper wird dir das eh nahezu unmöglich machen. Du brauchst Ruhe und die Möglichkeit, dich mit den Umwälzungen, die du fühlst, zu beschäftigen.
Natürlich musst du dafür nicht im Bett liegen, oder aufhören zu arbeiten (auch wenn manche Schwangere diesen Wunsch verspüren), du musst nicht mal wirklich meditieren – auch wenn es hilfreich ist. Es reicht, wenn du dir zum Beispiel abends und am Wochenende immer wieder Zeit nimmst.


Wohlfühlen ist wichtig – nicht Nebensache

Oftmals überschätzen wir in der Schwangerschaft unsere Leistungsfähigkeit. So vieles soll noch erledigt werden, der Terminkalender ist oft voller denn je. Genau dann bleibt aber nicht mehr genug Raum für das Erleben und auch nicht für das Wohlfühlen. Wohlfühlen soll in der Schwangerschaft nichts sein, was als letztes auf der Liste steht, dann, wenn alles andere erledigt ist. Es ist elementar. Es gibt dir die Kraft, es gibt dem Baby Kraft, es kann euch beide verbinden, es kann deine Beziehung stärken und es ist ein elementares Bedürfnis.

Aktive Auseinandersetzung mit Stress, Angst und Problemen
Gerade im ersten und im dritten Trimester der Schwangerschaft ist Wohlfühlen aber schwieriger als einem lieb ist. Gefühlsschwankungen, Ängste und Sorgen bestimmen oft die Gedanken. Hier hilft ein bewusstes Wohlfühlen-wollen und „sich was gönnen“ nicht immer. Auch der Stress und die Sorgen brauchen ihren Raum. Die Kunst ist, sich nicht davon völlig vereinnehmen zu lassen, sondern den Weg hindurch zu finden. Dies ist eine der großen Aufgaben der Schwangerschaft.

Beziehungen sind wichtig
Dass die Beziehung zum Beispiel zum Partner wichtig ist und die Beziehung zum Ungeborenen bedarf eigentlich heute kaum mehr Erklärung. Bestimmt aber Information, Anregung und Ideen.

Den Weg selber bestimmen
Damit Menschen sich gesund und gut fühlen, ist es essentiell, dass das Leben einen gefühlten Sinn hat und nicht als fremdbestimmt erlebt wird. Das mit dem Sinn ist meistens – zumindest bei gewollten Schwangerschaften – in der Schwangerschaft nicht weiter schwierig. Das mit der Fremdbestimmung mitunter schon (Fremdbestimmung durch die Natur, durch die gesellschaftlichen Ansprüche, das medizinische Vorgehen, die Person des Arztes). Da hilft nur: den Weg selber bestimmen. Das funktioniert über Nachdenken, Informieren über die Möglichkeiten, Auseinandersetzen mit den Gefühlen und ist Arbeit. Aber der Erfolg ist rundum innerlich spürbar.

Vertrauen entwickeln

In dem Prozess der gesunden Schwangerschaft entwickelst du dann das Vertrauen, die Herausforderungen, meistern zu können, deinem Körper vertrauen zu können. Das ist keine „Ich will gefälligst vertrauen!“-Übung, sondern entsteht durch das Erleben und das Ernstnehmen der eigenen Bedürfnisse. Du baust Kraft und Wissen auf, für all die Entscheidungen, die du treffen musst, für all die Umwälzungen, die noch auf dich zukommen. Je mehr du dich durch die Gefühle und Themen hindurch arbeiten kannst, um so mehr Kraft kannst du aufbauen, Vertrauen in dich und die Welt. Vertrauen, dass dich durch leichte Schwierigkeiten durchnavigiert, für große stärkt und ganz sicher dein eigenes „Richtig“ von deinem eigenen „Falsch“ unterscheiden lässt (um selbstbestimmt und voller Sinn deinen Weg zu gehen), dich auch offen macht, um loszulassen.

Um eine Schwangerschaft ganzheitlich zu erleben musst du nicht seelig erleuchtet in Yogastellung durchs Wohnzimmer schweben oder die ganze Zeit fröhlich grinsen und dich nonstop aufs Baby freuen oder 24 Stunden am Tag dich mit nichts anderem beschäftigen. Es ist auch kein Hochleistungssport oder Prüfung.

Es reicht, wenn du dich mit deinen Gefühlen auseinandersetzt, deine Beziehung zu dir, eurem Baby und deinem Partner stärkst. Wenn du dich um dein Wohlbefinden kümmerst, den Weg findest, weder den Kopf in den Sand zu stecken noch von Panik überrannt zu werden. Dein Gefühl für deine Schwangerschaft und dein Baby findest und dein Richtig und Falsch findest, um all die anstehenden Entscheidungen treffen zu können.
Das allein ist jede Menge Arbeit und beinhaltet viel Liebe und rundum gut fühlen.

Wie das genau gehen kann, helfe ich dir gerne zu erforschen.

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