Wasser – Element des Lebens, Element der Geburt

Unsere erste Lebenserfahrung ist ein Schweben und Bewegen im Wasser – im Fruchtwasser. Fast schwerelos und sanft geschaukelt. Im Wasser (Badewanne, Meer und Floatingtank) können wir uns die Lebenswelt der Bauchbabys am besten bewusst vorstellen und nachempfinden.
Wasser wirkt auf die meisten Menschen beruhigend und entspannend. Es ist mit unserem Lebensweg untrennbar verbunden – und kann für das Geburtserlebnis eine unschätzbare Bereicherung sein.

Wassergeburt

Wassergeburten sind heute längst nicht mehr so exotisch wie vor zehn, fünfzehn Jahren. Inzwischen bietet jedes größere deutsche Krankenhaus eine Geburtswanne – aufgrund der Arbeit von Menschen wie Wassergeburtspionier Dr. Thöni aus Südtirol. Er  bewies, dass Wassergeburten kein medizinisches Risiko darstellen. Wassergeburten stehen im Ruf, einfacher zu sein und bieten mehr Raum für sinnliches positives Erleben der Geburt für Mutter und Kind. Wassergeburten sind immer natürliche Geburten. Das warme Wasser bietet eine nicht zu unterschätzende Erleichterung bei den Wehen, denn es unterstützt genau das Los- und Locker-Lassen, das die Schmerzen verringert. Das Wasser kann auch seelisch-beruhigend auf die Frau wirken. Die Mutter nutzt also den Muskelentspannenden (und Gedankenentspannenden) Effekt des warmen Wassers und das Baby bleibt einen Moment länger in seinem Element als bei der  Geburt außerhalb des Wassers.

Meeresgeburt

Es geht auch exotischer: Meeresgeburt. Die dürfte nicht nur deshalb so extrem ausgefallen sein, weil das deutsche Klima dem nicht unbedingt entgegenkommt.
Die Meeresgeburt ist sozusagen die Wassergeburt für Abenteurerinnen und Romantikerinnen. Gebären im Einklang mit der Natur, direkt mit dem Rhythmus des Wassers. Garantiert ein unvergessliches Erlebnis. Die Fotos* sind sehr berührend und zeigen den Reiz dieser Entscheidung. Ich persönlich wäre sogar verrückt genug für soetwas, wenn ich in der Nähe eines paradiesischen Strandes mit warmen Meerwasser wohnen würde und ich mich tatsächlich privat und sicher genug fühle. Gebären direkt im Meer.

Wasser und Wehen

Aber auch, wenn frau nicht alleine im Meer sein möchte und auch bei der Gebärwanne sich nicht sicher ist, bietet das Wasser wirklich große Unterstützung beim Gebären für alle, die ein positives Verhältnis zum Wasser haben.
Das Wasser kann praktisch und mental der Frau bei der Geburtsarbeit sehr helfen. Ganz praktisch hilft die warme Badewanne,wie schon erwähnt, die Muskeln zu entspannen und somit die Wehen besser zu verarbeiten. Gerade in der Eröffnungsphase der Geburt ist warmes Wasser so hilfreich, dass es mehr als nur ratsam ist, es einfach mal auszuprobieren. Außerdem kennen Sie doch bestimmt den alten Tipp: In der Badewanne lässt sich sicher sagen, ob die Wehen Vorwehen sind oder „echte“ Wehen – denn die Vorwehen verschwinden einfach.

Im Wasser liegend fällt es vielleicht auch einfacher, mentale Wasser-Bilder zur Unterstützung zu verwenden. Wehen sind wie Wellen und Geburtsarbeit ist das Surfen auf den Wellen. Die Wehen rollen wie Wellen durch den Körper – dagegen kann  man nichts tun, das muss so sein.  Und je weniger Widerstand diesen Wellen entgegengesetzt wird, desto einfacher wird der Prozess. Für mich war da das Bild des Meeres mit den rollenden Wellen entspannend und aufbauend. Und jede Wehe ist eine weniger auf dem Weg zum Baby.  Wenn die Frau  Kraft in diese Visualisierung legt – in dieses Empfinden investieren kann, desto geringer wird in der Regel der Widerstand sein, den sie den Wehen entgegenbringt. Entspannung und Hingabe sind ja die Zauberworte der Geburt, das, was das Geburtserleben nicht nur machbar sondern sogar schön (bis schmerzfrei) macht. Und diese Worte lassen sich ganz wunderbar mit Wasserbildern (und damit auch mit Empfinden) versehen: Schweben, Treiben, vom Wasser gehalten und geschaukelt werden, sich dem Rhythmus der Wehen-Wellen hingeben, wie im Meer. So wird die Geburt zu einem sinnlichen Erlebnis.

Man kann diesen Prozess bewusst unterstützen, indem man schon in der Schwangerschaft mit solchen Bildern arbeitet, eine Beziehung zu den gefühlten Bildern und Metaphern aufbaut. Bilder oder Geburtsposter kreiiert, um sich daran zu erinnern. Die Geburt visualisiert. All dies führt, wenn es intensiv und nach Möglichkeit auch regelmäßig gemacht wird, dazu, dass die Geburt entspannter verläuft, Hingabe stattfinden kann. Dem Wunder Raum gegeben wird – für ein wunder-volles Erlebnis.


* Fotos dazu haben Wladimir und Katya Bagrianski aufgenommen und sind Buch „Geburt – der Weibliche Weg“ zu bewundern. Das Buch hat ein extra großes Kapitel zum Gebären im Wasser mit Adressverzeichnis für Geburtspoole zum Mieten für die Hausgeburt. Ein Geburtsbericht von einem Vater zu einer Meeresgeburt ist hier zu lesen: Geburtskanal

P.S. Apropos Wasser: sehr beeindruckend, wundervoll und heilend ist auch das Schwimmen mit freilebenden Delfinen in der Schwangerschaft. Es hilft, mit sich und der Schwangerschaft und den Vorerfahrungen ins Reine zu kommen, Vertrauen zu finden. Ein Erlebnis jenseits der Worte. Und  auch Gebären mit Delfinen heilsam, wunder-voll und sogar möglich :) mehr dazu hier

Opt In Image
Positive, mutmachende Gedanken
Affirmationen für Deine Schwangeschaft

Erhalte kostenlos16 Affirmationen (positive Glaubenssätze) für Deine Schwangerschaft. Einfach hier den Newsletter abonnieren mit bunten positiven Newsletter mit wertvollen Tipps für Schwangerschaft und Babyzeit.

Der Newsletter wird Datenschutzrechtlich korrekt verschickt und Du kannst Deine Einwilligung jederzeit widerrufen. Und das war sogar schon immer so.

Schwangerschaftbegleiterin. Ich helfe Dir, eine positive, grandiose Schwangerschaft und Geburt zu erleben.

Similar Posts

1 Comment

  1. Aine 19. Januar 2013 at 14:23 - Reply

    Hallo liebe Amala,

    ein super Artikel von Dir. Hach, ich wünschte mir sehr, ich könnte mein Baby im Wasser bekommen… Am besten draußen im meer, in einem Fluss, Bach oder See…. Ach, das wäre wundervoll…. Aber ich trau‘ mich nicht so wirklich… Bin ja auch immerhin eine bei der Geburt dann 40-jährige Erstgebärende, und mir wurde von quasi allen Seiten selbst von einer Hausgeburt abgeraten, aus eben diesem Grund und auch weil ich eine halbe Stunde vom nächsten KH entfernt wohne… Wenn was schief ginge… *auf Holz klopf* Ach, ich wäre gern muitiger… Naja… Leider gibt es hier im KH nicht mal ne Badewanne. Sowas Blödes. Dabei fühle ich mich dem Wasser SEHR verbunden… Naja… Ich hab noch 3 Monate, mir etwas zu überlegen… ;)

    Ich hätte auch gern meinen Blog Deiner 2013-Liste zugefügt, aber ich konnte dort den Kommentier-Button einfach nicht finden. Bin ich blind….? Vielleicht magst Du es ja für mich tun. Bei mir geht’s zwar nicht NUR um Schwangerschaft, aber natürlich auch…! Und bestimmt wird das Thema in den nächsten Wochen noch mehr in den Vordergrund treten. :)

    Danke für Deinen tollen Blog hier…! Sehr informativ…!

    Alles Liebe von Aine

Leave A Comment