Wie schlimm ist die Geburt wirklich?

Was kommt da auf mich zu und wie schlimm ist es wirklich? Kann bitte mal jemand Tacheles reden?

Gleich vorweg: Das ist eben nicht ganz so einfach, weil jede Frau etwas anderes erlebt – die Wahrnehmung der Frau ist der springende Punkt (und natürlich, ob alles im normalen Rahmen verläuft oder es zu Komplikationen kommt.) Aber gehen wir mal davon aus, dass alles normal verläuft. Was muss man sich daGeburt-wieisteswirklichnn darunter vorstellen?
Ein Spaziergang wird es nicht. Nicht mal ein Halbmarathon sondern eher ein Marathon.
Und: Es fühlt sich sehr drastisch an. Tierisch. Und eventuell eben auch sehr schmerzhaft bis extrem schmerzhaft bis unvorstellbar schmerzhaft. (Ob es auch ohne Schmerzen geht, dazu wann anders mehr). Hier habe ich mal versucht, Wehen zu beschreiben.

Und deswegen kann es eben sein, dass man sich mit der Situation überfordert fühlt oder einfach denkt, man schafft es nicht. Denn du wirst vermutlich nie etwas stärkeres, drastischeres, tierischeres, größeres (und vielleicht auch nichts schmerzhafteres) erleben als die Geburt. Auf jeden Fall hast du noch nie etwas vergleichbares erlebt.

Und auch bei einer noch so idealen Geburt gibt es sicherlich mindestens einen Punkt, an dem die Frau denkt, es geht nicht mehr. (Im Idealfall nicht zu Beginn) Das gehört dazu, denn wir können uns einfach nicht vorstellen, die Kraft zu haben, soetwas zu meistern. Haben wir aber. Wenn man denkt, es kann unmöglich noch weiter gehen, ist immer noch viel Spielraum da. Fühlt sich leider nur eben nicht so an. Und der Kopf ist mit der Situation schnell mal überfordert.

Viele Frauen erleben auch irgendwo einen Punkt, wo sie wahrnehmen, dass Geburt eine Sache auf Leben und Tod ist. Eigentlich ist das heutzutage schon eine Fehlinformation, denn es ist heute nicht mehr so. Bei der Geburt besteht keine Lebensgefahr mehr für Mutter und Kind doch das sitzt so tief in unseren Genen, der Vorgang ist so alt, dass man dieses „auf Leben und Tod“ manchmal noch fühlen kann. Und das kann natürlich Angst machen.

Oft stellen sich Frauen die Wehen anders vor als sie sind. Und erleben vielleicht schon früh starke Wehen erleben, so starke, dass es beängstigend ist und sie das Gefühl haben, mit der Situation nicht zu recht zu kommen. Angst bekommen.

Nun ist leider Angst während der Geburt sehr kontraproduktiv, weil sie biologisch die Geburt hemmt und schwieriger und schmerzhafter macht, ja sogar zum Stillstand bringen kann. (Das ist ein Sicherheitsmechanismus, falls ein Säbelzahntiger angreift).

Auch sagt uns leider heute die Statistik, dass es uns heutigen Frauen nicht mehr annähernd so gut gelingt wie noch den Frauen in ein und zwei Generationen vor uns, die positiven körperlichen Prozesse in Gang zu bringen, die uns helfen die Geburt aktiv und positiv zu erleben. Wir können gebären, aber es gelingt uns nicht mehr „so leicht“ (richtig leicht war es noch nie), wir finden den Zugang schwerer.

Das klingt jetzt alles nicht gut.
Wie kann es denn dann sein, dass es diese Videos und Geburtsberichte gibt, bei denen die Frauen wunderbar klarkommen?
Sind die anderen zu blöd dafür? Nein. Auf keinen Fall. Das Erleben der Geburt hat nichts mit Intelligenz zu tun, nichts mit Wehleidigkeit, Schuld, Versagen oder Erleiden. Die Geburt ist nach wie vor unberechenbar und etwas sehr sehr Großes. (Mir fehlen hier einfach die passenden Worte, eine solche Urkraft zu beschreiben).

Es ist bloß nicht unbedingt die beste und verlässlichste Taktik die Geburt einfach so auf einen zu kommen zu lassen und zu hoffen, dass schon alles klappen wird. Aber das hat sich eben noch nicht rumgesprochen.

Und dann in der Situation ganz spontan damit umzugehen, mit der Stärke der Wehen, dem Ungewohnten der Wahrnehmungen das ist für eigentlich alle Frauen eine große Herausforderung und unser Kopf und die Angst weißt uns dann schnell einen nicht hilfreichen Weg (um uns zu schützen, was uns in diesem Fall aber nichts bringt).

Was wichtig ist:

  • Du musst informiert sein und dich informiert fühlen, damit du nicht von normalen Vorgängen überrascht und verunsichert bist
  • Du brauchst jemanden, der dir zum richtigen Zeitpunkt gut zureden kann und dir durch die schwierigen Phasen hilft (und nicht etwa mit dir mitleidet – deswegen informiere dich ruhig mal über die Dienstleistungen einer Doula, die genau hier sehr hilfreich ist).
Es ist das Wichtigste, sich sicher zu fühlen und möglichst entspannt. Das ist einer der Schlüssel. Nun kannst du dir sicherlich vorstellen, dass das unter so einer Ausnahmesituation nicht einfach ist. Deshalb ist es sinnvoll, es vorher zu üben und sich vorher eingehend damit zu beschäftigen, um innerlich gewappnet zu sein.
Denk daran.
Die Wehen können nicht stärker sein als du. Denn du produzierst und erlebst sie.

Wenn du jetzt Fragen hast, vereinbare doch ein kostenloses Minicoaching mit mir, oder schau dir mal den „Keine Angst vor der Geburt“ Kurs an, der am 15.3.2016 startet.

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